Die 7 Wege zur Effektivität

coveyDer Bestseller von Stephen R. Covey stand schon eine ganze Weile in meinem Regal, ehe ich mich im Sommer letzten Jahres daran machte, ihn zu lesen. Fertig gelesen habe ich das Buch bis heute nicht, aber ich habe es mir angehört. Was ja dank der Hörbuchversion sehr bequem und getreu dem Motto „double your time“ beim Radfahren, Spazierengehen, Autofahren oder in einem entspannten Moment auf der Couch hervorragend funktioniert. 

Nicht zuletzt hat sich dabei auch die Kombination aus Print-Ausgabe und Hörbuch als ideal erwiesen. So konnte ich das Gehörte auch immer wieder nachschlagen bzw. nachlesen. Allerdings würde ich diese Kombination aus Kostengründen nicht bei allen Büchern wiederholen.

Zunächst war ich von dem (Hör)Buch enttäuscht. Ging es doch von Beginn an primär um psychologische Aspekte und weniger um handfeste Tips zu effektivem Selbstmanagement.
Aber je weiter ich eintauchte, umso mehr begann ich zu verstehen und zu erkennen. Ich denke, jeder der die 7 Wege gelesen bzw. angehört hat, wird sie auf seine eigene Art und Weise, vielleicht auch nur auszugsweise umsetzen wollen. Alle, die die 7 Wege kennen, werden jedoch festgestellt haben, dass Effektivität nicht nur aus einem disziplinierten Selbstmanagement mit Aufgabenliste und Kalender besteht. Vielmehr findet Effektivität auf verschiedenen Ebenen statt, die mehr oder weniger stark miteinander vernetzt sind. Und um genau diese Ebenen (persönlich, sozial, öffentlich, privat, etc.) und deren Vernetzung geht es bei Covey’s 7 Wegen.

Diese Erkenntnis hat meine Wahrnehmung von Produktivitäts- und Zeitmanagement verändert. Ich habe erkannt, dass PZM einer Vielzahl von Einflüssen unterliegt, beispielsweise auch aus dem sozialen Umfeld. David Allen’s Getting Things Done-Ansatz ist demnach „nur“ eine Methode, um den 3. Weg bewältigen zu können. Ebenso sind J.D. Meyer’s Agile Results Werkzeuge, die bestenfalls für den 1., 2., 3. und 7. Weg geeignet sind.
Wenn wir also von wahrlich effektivem und nicht nur effizientem PZM sprechen wollen, dann müssen wir über den methodischen Tellerrand hinausblicken und u.a. auch persönliche und soziale Einflüsse berücksichtigen. Und dabei spielen die eingangs erwähnten psychologischen Aspekte dann natürlich eine nicht ganz unwesentliche Rolle.

Und noch etwas: Ich habe in diesem Buch einiges über die Erziehung von Kindern und Führung dazugelernt. Das habe ich von diesem Buch eigentlich gar nicht erwartet.

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