App-Tipp: ToDoist

ToDoistEs gibt sie wie Sand am Meer. Und ich habe fast alle davon ausprobiert. Die Rede ist von Apps für die Aufgabenverwaltung – auf neuhochdeutsch auch gerne mal ToDo-Listen(management) oder GTD (Getting Things Done) genannt. Die meisten davon habe ich nach nur wenigen Klicks schon als unbrauchbar kategorisiert und von meiner Festplatte bzw. aus dem Browser wieder verbannt. Bei einigen bin ich ein paar Tage und bei manchen wenigen ein paar Monate hängen geblieben, bis etwas Besseres aufgetaucht ist. Irgendwann war mir dieses Wechseln der Apps dann zu mühsam und genau in dem Moment kam die neue Version von ToDoist auf den Markt. Das war vor einem knappen halben Jahr und seither bin ich dabei geblieben. Eines gleich vorweg: ToDoist ist auch nicht die eierlegende Wollmilchsau unter den ToDo-Apps. Aber es macht das, was es können soll ausgezeichnet und es ist mit Funktionen weder überladen noch kompliziert zu bedienen. Wie es mir bei meinem Intensiv-Test in den letzten Monaten mit ToDoist ergangen ist, lest Ihr hier … 

Aufgaben in der Wolke
ToDoist ist als Cloud-Applikation bzw. Webapp konzipiert – also für die Bedienung in einem Internetbrowser. Das hat den Vorteil, dass man von nahezu überall darauf zugreifen kann – einen funktionierenden Internetzugang natürlich vorausgesetzt. Manchmal kann das etwas holprig sein und man benötigt eine offline-Funktionalität. Und genau deshalb gibt es ToDoist auch als Apps für (fast) alle Plattformen und Betriebssysteme (Mac, Windows, iOS, Android). Darüber hinaus kann man ToDoist bequem als Plugin in den Browser und den eMail-Client einbinden. Letzteres gibt’s für Outlook, Thunderbird, Gmail und Postbox.

Zu meinem Workflow passt das hervorragend. Dank der Plugins kann ich zum Beispiel mit einem Klick ganz bequem aus einer eMail eine Aufgabe machen. Die Aufgaben werden dann – wie es sich für eine moderne Cloudapp gehört – mit allen verbundenen Geräten synchronisiert. Und das ohne weitere Interaktion völlig automatisch.

Natürlich sind mit solchen Cloud-Lösungen nicht nur Vorteile verbunden. Wenn man die Sicherheits- und Datenschutzaspekte mal ganz leger links liegen lässt (der Zugriff zu ToDoist erfolgt übrigens über SSL-Verschlüsselung), dann wäre da noch das wichtige Thema der Erreichbarkeit bzw. Zuverlässigkeit beim Synchronisieren der Daten. Und genau da kann ToDoist punkten. Im Vergleich zu anderen, ähnlichen Tools (über die ich hier auch schon mal geschrieben habe), ist ToDoist nahezu unschlagbar zuverlässig. In dem knappen halben Jahr, seit ich nun ToDoist verwende, gab es genau einen Tag, an dem die Server von ToDoist nicht erreichbar waren. Davon können andere nur träumen. Offline konnte ToDoist natürlich weiter verwendet werden und alle durchgeführte Änderungen wurden nahtlos und ohne Probleme synchronisiert, als der Dienst wieder voll funktionsfähig war.

User Interface und Bedienung
ToDoist kommt im gerade modernen flat-design daher. Die Oberfläche wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich. Das macht die Bedienung einfach und intuitiv. Mit ToDoist lassen sich verschiedene Ansätze des Aufgabenmanagements umsetzen. Eines ist dabei immer gleich: Aufgaben können in Projekten oder mit sogenannten Etiketten (also einem Kontext) strukturiert werden. Wie einfach das alles geht, zeigt das nachstehende Video:

Mehr Details zur Bedienung und den Funktionen von ToDoist gibt’s auf übersichtlichen und gut strukturierten Hilfeseiten. Und im lesenswerten ToDoist-Blog findet sich auch eine kurze und knackige Anleitung für alle, die’s ein wenig genauer wissen wollen.

Kosten
ToDoist gibt’s in einer kostenlosen Basisversion und als Premiumversion. Die Premiumversion bietet einige zusätzliche Funktionen und kostet 21 EUR pro Jahr, ist also durchaus erschwinglich. Darüber hinaus gibt es auch Sonderlösungen für Unternehmen.

Fazit
Durch die einfache, intuitive Bedienung, die hohe Zuverlässigkeit bei der Datensynchronisation und die Möglichkeit, plattformübergreifend und Betriebssystem-unabhängig meine Aufgaben organisieren zu können, hat mich ToDoist überzeugt. Natürlich würde ich mir die eine oder andere Funktion noch dazu wünschen. Vor allem, was die Integration von anderen Apps, wie zum Beispiel Evernote betrifft. Oder dass man in die Seitenleiste auch benutzerdefinierte Filter einfügen kann. Aber so aktiv, wie das Team von ToDoist derzeit an der Software arbeitet, werden solche Funktionen vermutlich bald zur Verfügung stehen.

Bildnachweis: Das Artikelbild wurde ursprünglich auf der Website von ToDoist veröffentlicht.

2 Gedanken zu „App-Tipp: ToDoist

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