Buchtipp: Kanban – mehr als Zettel

Kanban ist eine häufig unterschätzte und gerade in der Baubranche noch immer viel zu wenig beachtete japanische Methode zur Optimierung des Produktionsprozesses. Denn Kanban bietet eine fantastische Möglichkeit, Aufgaben in einem komplexen Projekt zu visualisieren, Zuständigkeiten zuzuordnen und das ganze auch noch in einen strukturierten Ablauf zu bringen. 

Über Kanban habe ich hier in diesem Blog schon geschrieben. Und dass die Methode weit mehr bietet, als bloß eine andere Form der ToDo-Liste wurde damals auch schon erwähnt. Und genau dort hakt dieses neue Buch von Florian Eisenberg ein: nämlich beim Aufzeigen, dass Kanban mehr als bloß bunte Zettel mit Aufgaben auf Swimlanes an einem Board ist. Der Autor erklärt sehr anschaulich, dass sich das Potential von Kanban erst dann vollständig entfaltet, wenn mehrere oder alle Teile einer Wertschöpfungskette – also eines Unternehmens – miteinander an einem Kanban-System arbeiten. Er bedient sich dafür nicht dem klassischen Erklärmodus, sondern eine durchgehende und durchaus spannende Geschichte aus dem (Arbeits)Leben einer fiktiven Führungskraft im mittleren Management. Das macht nicht nur das Lesen interessanter, sondern erleichtert auch das Memorieren des Gelernten.

Florian Eisenberg hat sein Buch als Inspirationsquelle und Mutmacher konzipiert, um zu zeigen, was die Methode zum einen bietet und was man zum anderen ohne Kenntnisse über Kanban als moderne Führungskraft vielleicht verpasst. Das ist ihm vor allem durch den Einsatz von Storytelling anschaulich und gut gelungen. Und ein ganz kleines bisschen erinnert das beim Lesen an den Klassiker unter den Projektmanagement-Romanen, Der Termin“ von Tom DeMarco.

Das 175 Seiten starke Buch ist im gut sortierten Fachhandel, auf der Website vom Hanser-Verlag und natürlich auch bei amazon.de erhältlich.

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