Planungsprozessmetrik

009displayEine Frage, die sich bei (fast) jedem Projekt in der Projektvorbereitung resp. der Planung der Planung stellt, ist jene nach Möglichkeiten zur Messbarkeit des Planungsprozesses. Und zwar geht es nicht nur um eine Messbarkeit hinsichtlich der Dauer der einzelnen Planungsschritte, denn dafür gibt es (zumindest grobe) Richtwerte und Berechnungsmethoden. Es geht vielmehr um das Messbarmachen der Komplexität und einer eventuell daraus resultierenden, optimalen Planungs- bzw. Projektteamgröße.  Weiterlesen

Der PM-Baum

SiddharthaGautamaBodhiTreeWissen ist wie ein Baum – ein semantischer Baum natürlich. Zu dieser Betrachtungsweise hat mich  Elon Musk inspiriert, der genau das dieser Tage in einem Thread auf reddit geschrieben hat:

it is important to view knowledge as sort of a semantic tree — make sure you understand the fundamental principles, ie the trunk and big branches, before you get into the leaves/details or there is nothing for them to hang on to.

Überträgt man das auf die PM-Lehre bzw. das PM-Wissen, dann könnte man den semantischen PM-Baum ungefähr folgendermaßen skizzieren: Weiterlesen

Slow Projects

SpacesnailWer rastet, der rostet, meint ein altkluger Spruch. Aber der hat sich mittlerweile selbst überholt. Denn die Wiederentdeckung der Langsamkeit ist en vogue. In einigen Bereichen, wie zum Beispiel dem Tourismus oder der Gastronomie gibt es entschleunigte Konzepte schon seit einigen Jahren. Es gibt Slow Food, ja sogar Slow Coffee. Und allmählich manifestieren sich die Begriffe Entschleunigung und Langsamkeit als Synonyme für ein höheres Maß an Qualität und mehr Genuss bzw. Lebensfreude. Weiterlesen

Jenseits des Projektmanagements – oder: was braucht das PM von morgen?

Hardsuit_bwDie Beschäftigung mit dem Jenseits übt auf uns Menschen schon von jeher eine gewisse Faszination aus. Bezogen auf das Projektmanagement steht das nächste PM-Camp in Dornbirn im November unter dem – etwas reisserisch formulierten – Motto „Beyond Projekt Management“ – also jenseits des Projektmanagements oder etwas freier übersetzt: wie kann das Projektmanagement von morgen aussehen. In der Vorbereitung auf das PM-Camp hat Marcus Raitner in seinem Blog zu einer Blogparade aufgerufen, die sich dem Thema widmet. Diesem Aufruf folge ich gerne und freue mich schon jetzt auf spannende Gespräche und Diskussionen dazu beim PM-Camp im November …  Weiterlesen

Zwei Verbesserungsvorschläge für’s (Bau)Projektmanagement

lego-constructionworker-bwFür eine Vielzahl an Projekten sind klassische Projektmanagement-Vorgehensmodelle wie die Wasserfallmethode oder der stage-gate-Prozess durchaus gut geeignet. Es gibt aber auch Verbesserungspotential. Ein Blick ins agile Manifest liefert dazu ein paar inspirierende Gedanken. Zwei Verbesserungsvorschläge sind in diesem Beitrag konkreter skizziert … Weiterlesen

App-Tipp: ToDoist

ToDoistEs gibt sie wie Sand am Meer. Und ich habe fast alle davon ausprobiert. Die Rede ist von Apps für die Aufgabenverwaltung – auf neuhochdeutsch auch gerne mal ToDo-Listen(management) oder GTD (Getting Things Done) genannt. Die meisten davon habe ich nach nur wenigen Klicks schon als unbrauchbar kategorisiert und von meiner Festplatte bzw. aus dem Browser wieder verbannt. Bei einigen bin ich ein paar Tage und bei manchen wenigen ein paar Monate hängen geblieben, bis etwas Besseres aufgetaucht ist. Irgendwann war mir dieses Wechseln der Apps dann zu mühsam und genau in dem Moment kam die neue Version von ToDoist auf den Markt. Das war vor einem knappen halben Jahr und seither bin ich dabei geblieben. Eines gleich vorweg: ToDoist ist auch nicht die eierlegende Wollmilchsau unter den ToDo-Apps. Aber es macht das, was es können soll ausgezeichnet und es ist mit Funktionen weder überladen noch kompliziert zu bedienen. Wie es mir bei meinem Intensiv-Test in den letzten Monaten mit ToDoist ergangen ist, lest Ihr hier …  Weiterlesen

Mehr Agilität in Lehre & Forschung bitte …

coworkersGestern hatte ich ein sehr interessantes Gespräch über Störfaktoren im (Bau)Projektmanagement mit einem Kollegen vom FH Campus Wien und einem seiner Diplomanden. In der anregenden Unterhaltung sind wir verschiedene Ansätze durchgegangen, wie man Störfaktoren in einem Projekt aus der Sicht des PM begegnen kann. Und dabei sind wir immer wieder auf die agilen Methoden gestoßen, wie sie z.B. in der Softwareentwicklung angewendet werden. Ich habe hier in diesem Blog schon vor einigen Jahren über die Möglichkeiten eines agilen Bauprojektmanagements ein paar grundlegende Gedanken niedergeschrieben. Grundsätzlich sind diese Gedanken nach wie vor aktuell. Im gestrigen Gespräch waren wir uns auch alle einig, dass gerade bei komplexen Projekten wie beispielsweise einem Flughafen oder einem Krankenhaus agile Elemente den Planungsprozess sinnvoll unterstützen können.  Weiterlesen

Situatives Projektmanagement

situationroomWas wäre, wenn alle Projekte gleich wären? Wenn sie immer nach dem selben Schema ablaufen würden? Dann gäbe es vermutlich einen Standard, nach dem alle diese Projekte abgewickelt werden könnten, oder? Aber das entspricht nicht der Realität, denn die Welt der Projekte ist bunt und könnte unterschiedlicher nicht sein. Schon die Vielfalt an Projektarten zeugt davon – von Filmprojekten, Software-/IT-Projekten, Entwicklungshilfeprojekten bis hin zu Bauprojekten spannt sich der Bogen. Und bei all diesen vielen verschiedenen Projekten treffen zudem die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, um gemeinsam daran zu arbeiten. Es liegt also nahe, dass ein PM-Standard eigentlich nur den kleinsten gemeinsamen Nenner dieser Vielfalt darstellen kann. Ein dogmatisches Festhalten an Methoden und Vorgehensmodellen kann die Planung und Abwicklung eines Projektes deutlich erschweren. Analog verhält sich das übrigens bei den Führungsstilen. Weiterlesen