Was kostet Nachhaltigkeit?

geldtasseDass Nachhaltigkeit über bloße Energieeffizienz von Gebäuden hinausgeht, ist mittlerweile (vermutlich) ausreichend bekannt und wurde hier auch schon beschrieben. Denn Nachhaltigkeit umfasst eben neben ökonomischen Kriterien (und zu diesen gehört die Energieeffizienz letztendlich auch, denn dort sollte sie sich nämlich spürbar auswirken) auch ökologische, soziale, kulturelle und gesundheitliche Kriterien. Und jedes Mal, wenn man mit Auftraggebern über dieses Thema spricht, landet man relativ rasch bei der Frage, was denn diese Nachhaltigkeit (gemeint ist damit eine nachhaltige Planung und Umsetzung) bei einem Bauprojekt eigentlich kostet?  Weiterlesen

Kostenmanagement mit COOR

Der Faktor Kosten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für (Bau)Projekte. Je genauer ein vorgegebenes Budget vom Projektteam eingehalten werden kann, umso größer ist der Erfolg des Projektes. Leider findet man Bauprojekte immer wieder in den Schlagzeilen, weil die Kosten überschritten wurden oder sich gar vervielfacht haben. Damit genau solche Schlagzeilen vermieden werden können, muss konsequentes und durchgängiges Kostenmanagement über alle Projektphasen ein zentraler Leistungsbestandteil des Bauprojektmanagements sein.  Weiterlesen

Buchtip: Baukosten bei Neu- und Umbauten

Baukosten bei Neu- und UmbautenDas Thema Baukosten ist ein Dauerbrenner in der Baubranche. Dies nicht zuletzt auch aufgrund der teilweise massiven Kostenüberschreitungen bei Bauprojekten, die dann immer wieder bei diversen Großprojekten wie z.B. Skylink in Wien auch medial breitgetreten werden. Der heutige Buchtip liefert in einem recht weit gestreuten Potpourri einen Überblick zu den Themen Planung und Steuerung von Baukosten, bleibt aber dabei auf die bundesdeutschen Regelwerke (z.B. DIN 276) beschränkt. Neben den eher sehr allgemein gehaltenen Kapiteln zur Methodik, der Projektorganisation im Konnex mit dem Kostenmanagement und einer eingehenden Betrachtung der DIN 276 finde ich insbesondere das leider nur sehr kurze Kapitel über die werkvertraglichen Aspekte der Baukostenplanung und die Gedanken zur Mitwirkungspflicht des Auftraggebers beim Baukostenmanagement sehr interessant. Kurzexkurse in die Bereiche der Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Baukosten und Facility-Management sowie Nutzungskosten im Hochbau liefern am Ende des Buches ein paar Denkanstöße, ohne konkrete Lösungsansätze oder Beispiele aufzuzeigen.

Erschienen ist das Buch von Klaus D. Siemon, welches mittlerweile in der 4. Auflage (2009) vorliegt, im Vieweg+Teubner Verlag. Es umfasst 287 Seiten und ist derzeit bei amazon.de für 39,90 EUR zu erwerben.

Was ist eigentlich Kostenmanagement?

Kostenmanagement ist ein Managementprozess, der zur Analyse und Beeinflussung der Kosten eines Unternehmens dient. Da man unter einem Projekt auch ein Unternehmen auf Zeit verstehen kann, dürfen diese Ansätze auf Projekte übertragen werden. Im PMBOK-Guide sind für das Kostenmanagement drei Hauptprozesse vorgesehen:

  • Kostenschätzung: darunter wird die Schätzung der Kosten je Projektvorgang verstanden.
  • Kostenplanung: davon umfasst sind die Kostenermittlung je Vorgang (Budgetplanung) nach zeitlichen und sachlichen Kriterien samt Erstellung einer Kostenprognose (Kostenentwicklung).
  • Kostensteuerung: umfasst die Kontrolle der Kostenentwicklung samt Berichtswesen und die Kostenplananpassung. Weiterlesen

Umfrageergebnisse: Kostenplanung von Bauprojekten

Im Zuge der Recherche für mein neues Kostenmanagement-Buch hatte ich gerade eine Diplomarbeit wieder in Händen, die ich im Winter 2008/09 betreut habe. Der Diplomand hat in dieser Arbeit eine überaus interessante Onlinebefragung bei über 1.000 Architektur- und Ingenieurbüros durchgeführt. Ziel dieser Befragung war es, herauszufinden, mit welchen Kostenkennwerten und sonstigen Grundlagen die zu erwartenden Kosten eines Bauprojektes von den Profis geplant werden.

Nun ist das Ergebnis dieser Befragung natürlich schon ein paar Tage alt, aber nachdem sich in der Kostenplanung von Bauprojekten seither keine revolutionären Erneuerungen ergeben haben, sind die Ergebnisse und die daraus ableitbaren Schlussfolgerungen immer noch gültig. Daher will ich die teilweise interessanten Ergebnisse nicht vorenthalten und einige Ergebnisse dieser Befragung hier kurz zusammenfassen … Weiterlesen

Das Geheimnis der Elementmethode

Die Elementmethode ist eine beliebte und ebenso verbreitete Vorgehensweise bei der Kostenplanung. Eine Befragung unter mehr als 2.000 Architektur- und Ingenieurbüros in Österreich hat 2008 ergeben, dass mehr als 30% der Befragten die Elementmethode zur Kostenplanung insbesondere während der Entwurfsplanung verwenden.

In der vergangenen Woche hatte ich mehrere Gelegenheiten zu teilweise sehr kontroversiellen Diskussionen rund um die Elementmethode. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass ein Knackpunkt bei der Anwendung der Elementmethode das sich nicht auf den ersten Blick erschließende Umschalten zwischen den beiden Gliederungssystemen der Ö-Norm B 1801-1 ist – also von der Baugliederung (planungsorientiert) in die Leistungsgliederung (ausführungsorientiert). Weiterlesen

(Bau)Kostenplanung

Im Zuge der Vorbereitung meines Vortrages zum Thema „Kostenplanung im Hochbau – Methoden, Werte & Praxis“ bei der morgigen COOR-PM-Lounge in Wien ist mir aufgefallen, dass der Begriff „Baukostenplanung“ vermutlich zu wenig weitreichend ist. Die Baukosten sind gemäß der Definition nach Ö-Norm B 1801-1  die Summe der Kostenbereiche 1 bis 6, umfassen also die Aufschließung, das Bauwerk an sich (Rohbau, Technik, Ausbau), die Einrichtung und die Außenanlagen. Aus dem Blickwinkel des Projektmanagements auf Seite des Auftraggebers resp. Bauherren sind aber auch die übrigen Kostenbereiche (Grund, Planungsleistungen, Nebenleistungen und Reserven) von großer Bedeutung und müssen daher immer die Gesamtkosten als Summe aller Kostenbereiche im Überblick behalten werden. Weiterlesen