Ausstellungsretrospektive: Gesellschaftliche Veränderung & Architekturmodelle

Zum ersten Mal in diesem Blog – warum das so lange gedauert hat, weiss ich selber nicht – möchte ich über zwei interessante Ausstellungen berichten, die ich kürzlich besucht habe. Als Bauingenieur über Architektur zu schreiben, ist vielleicht ungewöhnlich, aber ich versuche es dennoch und fasse die für mich wesentlichen Eindrücke aus beiden Ausstellungen hier zusammen.

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Nachhaltig planen

Nachhaltiges Bauen ist in aller Munde. Bevor jedoch nachhaltig gebaut werden kann, muss auch nachhaltig geplant werden. Was zunächst wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist bei genauer Betrachtung im realen Planungsprozess meist nicht einfach umsetzbar. Moderne Zertifizierungssysteme für nachhaltige Immobilien (wie beispielsweise ÖGNI oder DGNB) bieten mit vielfältigen Kriterien einen Beurteilungsmaßstab, der bereits im Planungsprozess berücksichtigt werden muss. Doch auch unabhängig davon, ob ein Bauwerk einer solchen Zertifizierung unterzogen werden soll, sind bei einer nachhaltigen Planung neben bloßen Energieeffizienzmaßnahmen auch Umwelteinflüsse (beispielsweise von Baustoffen) oder sozio-kulturelle Aspekte zu betrachten.

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Von schwarzen Schwänen und Improvisation

Fehler passieren und sind menschlich. In der Projektplanung wird stets versucht, Fehler möglichst auszuschließen oder zumindest zu minimieren. Aber selbst die beste und genaueste Planung liefert keine Garantie auf ein fehlerfreies Projekt. Denn schliesslich gibt es auch jene Fehler, die vom ganzen Projektteam gemeinsam geplant werden. Zum Beispiel, wenn Voruntersuchungen und Studien aus der Projektvorbereitung unzureichendes Datenmaterial für die Projektplanung liefern und somit die Grundlage für ein höchst unwahrscheinliches Ereignis – einen sog. schwarzen Schwan – bedeuten.
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Drei Aspekte zur Qualität der Planung

Wie legt man eigentlich die Qualität der Planung fest? Wie manifestiert man die Planungsqualität in einem Vertrag zwischen dem Bauherren und dem Planer und was sind dafür messbare Größen? Das sind zentrale Fragen, die ich in der Diskussion rund um die „Beste Qualität als Planungsziel“ in der Ausgabe 40/10 der Österreichischen Bauzeitung vermisst habe. Zugegeben: die Äusserungen zu einem Prozentsatz von 2,6 für Planungsleistungen eines Architekten und die haarsträubenden Argumente, warum das ausreichend sei, sind meiner Meinung nach entbehrlich. Es geht beim Thema Qualität der Planung respektive Planungsqualität auch nicht um die Frage der Honorarermittlung für Planungsleistungen, sondern darum, wie der Bauherr ein möglichst optimales Planungsergebnis für seine Bauaufgabe bekommt. Weiterlesen